Anspruchsvolle, pflegebedürftige und vernachlässigte Füsse sind meine persönliche Leidenschaft. Meine Kunden lachen, wenn ich sage: «Desto schlimmer, desto besser!» Warum ist das so?
Jeder Fuss ist anders, jeder hat seine ganz eigene Fussstellung und somit auch seine Herausforderungen. Es ist eher selten, dass ich einen Fuss antreffe, der wirklich gar keine Macken hat, somit ist jeder Fuss ein neues, aufregendes Projekt und, noch besser, wir sehen die Resultate nach einer Stunde. Zudem verlässt jede Kundin (und jeder Kunde, auch Männerfüsse lieben eine Fusspflege mit einem leichten Gefühl aus dem Studio. Was gibt es besseres?
Die häufigsten Baustellen:
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- Verstopfter Nagelfalz: Nicht jeder verhärtete Nagelfalz schmerzt. Aber wenn, dann oft gewaltig, denn im Nagelfalz mit sehr viel Hornhaut können klitzekleine Hühneraugen entstehen. Die Entfernung ist Präzisionsarbeit und erfordert oft viel Geduld und Fingerspitzengefühl als auch Zeit. Die Pflege daheim ist in diesem Fall sehr wichtig. Unser Dauerbrenner: Nagelfalztropfen von Camillen 60. Mehr dazu könnt ihr auch in meinem Blog lesen.
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- Rollnägel (od. Unguis convolutus): Erstaunlicherweise schmerzen diese optisch schlimmen Nägel sehr oft überhaupt nicht. Das Problem entsteht beim Schneiden; das muss sehr behutsam und etappenweise gemacht werden. Der Nagelabdruck, nachdem der Nagel getrimmt wurde, ist beeindruckend, da das selbst daheim nicht so einfach ist und der Nagel oft sehr lang wird. Wer mehr über Rollnägel lesen will, habe ich dazu bereits einen Blogbeitrag geschrieben.
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- Hühneraugen (oder Clavus genannt) sind nicht wählerisch – ob Mann oder Frau, aufs Mal ist eines da! Manchmal sind sie plantar, also auf der Fusssohle (nicht mit einer Warze verwechseln), aber öfter sind sie auf dem kleinen Zeh oder, wenn ein Hammerzeh besteht, auf dem Zehengelenk. Hühneraugen entstehen durch Reibung und Druck; das erfordert manchmal Detektivarbeit, um herauszufinden, welcher Schuh diese Reaktion auslöst. Diese schmerzhaften Clavi werden behutsam abgetragen, Wenn sie sehr tief sind, braucht es manchmal mehrere Anläufe, um sie restlos zu entfernen. Und – sehr wichtig – die Voraussetzung muss auch getroffen werden: Was ist der Auslöser?
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- Schrunden, Schwielen, generelle Hornhaut: Also, ein bisschen Hornhaut hat fast jeder, auch wenn ich sehr oft höre: «Meine Hornhaut ist so schlimm», und ich dann aufklären muss: «Alles halb so schlimm!». Manchmal muss aber doch zum «grossen Geschütz» gegriffen werden, d.h. ein Hornhaut Hobel. Hornhaut kann sich aufbauen und dicker und dicker werden, bis die Fussfeile nur noch die Oberfläche kitzelt. Die Entfernung wird immer mit grosser Vorsicht gemacht und nur so viel, wie es wirklich braucht.
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Dazu kommen noch viele weitere interessante Ausgangslagen und genau aus diesem Grund ist es meine Leidenschaft, Füsse zu verwandeln, Schmerzen zu lindern und am Ende der Behandlung zu hören: «Ich gehe wie auf Wolken!» Schmerzen oder Druck am Fuss müssen nicht sein, und man sollte sich nie für seine Füsse schämen, denn nach kurzer Zeit sehen sie wieder wie neu aus.
